Verhaltensregeln

Verhaltensregeln für Mountainbiker

Dieser Text stammt von einem Schild auf der Straße vom Lago di Ledro zum Garda See


Das Mountainbike ist erfunden worden, um Emotionen und angenehme Abenteuer zu schenken, nicht als Mittel zur Suche des Unmöglichen oder - schlimmer noch - als eine mechanische Waffe, um die Gesetze der Schwerkraft herauszufordern. Auch um die eigene Unversehrtheit zu gewährleisten, ist das Mountainbike vernünftig und ohne Übertreibungen zu benutzten, auf Strecken, bei denen die Beschaffenheit des Terrains, das Gefälle und die Räume es ermöglichen.

Die Fußgänger haben immer Vortritt. Nähern Sie sich ihnen höflich und sorgen Sie dafür, dass sie Ihre Anfahrt rechtzeitig merken. Fühlen Sie sich nicht überlegen, nur weil Sie schneller sind, ein Gruß kostet nichts. Das Urteil, dass sich die Menschen über den von ihnen bevorzugten Sport bilden, hängt auch von Ihrem Verhalten ab.

Bevor man einen Ausflug unternimmt, sollte man sich gut vorbereiten, informieren Sie sich im Tourismusbüro, lesen Sie die Landkarte und beachten Sie die Höhenmessungen. Nicht vergessen den Wetterbericht anzuschauen, Energy drinks und kräftigende Nahrung mitzunehmen. Wichtige Vorschriften: es ist empfehlenswert den Ausflug nicht alleine zu unternehmen und nur die markierten Strecken zu befahren. Es ist verboten, die Grasfläche zu durchqueren. (In der englischen Übersetzung steht: Intelligente Radfahrer verlassen nicht die Wege und fahren über Grasflächen)

Achten Sie auf die Schilder, die Durchfahrtsverbote und das Privateigentum, informieren Sie sich über eventuelle Restriktionen, die zum Schutz der Umwelt in besonders wertvollen Zonen auferlegt werden.

Schätzen Sie Ihre Fähigkeiten objektiv ein und vergleichen Sie mit der Beschaffenheit der Strecke. Gehen Sie bei der Programmierung Ihrer Ausfahrten stufenweise vor und legen Sie die anspruchsvollen Touren an den Saisonausgang, wenn das "Bein" trainierter ist. Versichern Sie sich vor jedem Ausflug, dass sich Ihr Fahrzeug in einwandfreiem Zustand befindet. Vergessen Sie nicht, einen kleinen Kit zur Behebung der häufigen Reifenpannen, eine angemessene Kleidung und den Schutzhelm mitzunehmen, der auch während der Steigung zu tragen ist.

Halten Sie die Grenzen ein: Die Geschwindigkeit hat Ihren technischen Fähigkeiten und der Bodenbeschaffenheit zu entsprechen. Vermeiden Sie in der Regel Abfahrten, wenn das Gefälle über dem der Steigung liegt, die Sie bewältigen können.

Die Abfahrten sind das befriedigendste Moment des Ausflugs, aber auch die delikateste Phase. Halten Sie auf den Abschnitten mit geringer Sicht die rechte Seite ein. Gehen Sie jede Kurve so an, als ob Sie einem anderen Biker begegnen würden und testen Sie oft Ihre Bremsen. Vorsicht vor feuchten oder nassen Abschnitten, vermeiden Sie plötzliches Bremsen, das nicht nur Furchen im Boden hinterlässt, sondern immer auch unnötig Ihr Gleichgewicht aufs Spiel setzt.

Achten Sie die Natur. Sie sind Gäste einer in ihrer Schönheit verletzlichen Umgebung. Lassen Sie keinen Müll zurück und stattdessen Blumen und Pflanzen in ihrem Habitat stehen. Nehmen Sie nur die Erinnerungen und Ihren eventuellen Abfall mit. Sollten Sie die angenehme (und häufige) Erfahrung machen, einem Tier zu begegnen, erschrecken Sie es nach Möglichkeit nicht und geben Sie ihm die Möglichkeit, sich zu entfernen.

Versuche Sie mit Ihrem Verhalten auf dem Sattel allen anderen Bikern ein gutes Beispiel zu geben. Nur so kann jeder Ausflug zu einer Gelegenheit werden, um positive Empfindungen und Emotionen zu sammeln und um die eigenen Kräfte und technischen Fähigkeiten zu testen.

Jeder ist selbst bei der Wahl seiner Route für die Beurteilung alpiner Gefahren verantwortlich. Niemand sollte nur anhand von Berichten eine Biketour planen, sondern sich weitere Informationen (z.B. aus Karten) einholen. Anfänger sollten auf alle Fälle orts- und sachkundige Personen mitnehmen oder einen Bikeguide einschalten. Die Einschätzung der Schwierigkeiten von Biketouren ist subjektiv und hängt von vielen Faktoren, u.a. der persönlichen Verfassung, dem Wetter und weiteren Faktoren ab.